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Parkett in der Küche

Parkett in der Küche - S. Fischbacher Living
Parkett in der Küche - S. Fischbacher Living Fischgrätparkett

Seit Jamie Oliver und Co. ist Kochen en vogue. Aus der reinen Nahrungsmittel-Zubereitung ist ein Event für Familie und Freunde geworden und die Verbannung der Köchinnen oder Köche in einen anderen Raum passé. Kaum ein neues Haus wird daher heute noch mit einer vom Wohnraum abgetrennten Küche geplant.

 

Entstanden sind großzügige Räume, die Kochen, Essen und Wohnen kombinieren. Bezogen auf den Boden ergeben sich durch diesen Trend neue Herausforderungen: Früher hat man Fliesen in die Küche gelegt und Parkett ins Wohnzimmer, so leicht geht das jetzt nicht mehr, denn die Großzügigkeit eines Raumes leidet, wenn er in kleine Teile zerlegt wird. Von daher ist ein einheitlicher Bodenbelag im Raum die bevorzugte Option vieler Bauherren.

 

Viele Kunden stellen aber die Frage: Ist Parkett für die Küche geeignet? Wenn ja, auf was müssen wir achten?

 

Die grundsätzliche Antwort lautet: Ja, es geht! Je nach Raum und Einrichtung sind aber einige Dinge zu beachten.

 

Wir raten aus drei Gründen grundsätzlich zur vollflächigen Verklebung des Parketts auf dem Estrich: Erstens stehen oft schwere Küchenblocks auf dem Parkett, die bei einer schwimmenden Verlegung Abrissfugen verursachen können. Zweitens ist verklebtes Parkett weniger empfindlich gegen Eindringen von Feuchtigkeit. Und drittens funktioniert die Fußbodenheizung besser, wenn das Parkett verklebt wird.

Parkett in der Küche - S. Fischbacher Living Landhausdielen
Parkett in der Küche - Landhausdielen

Welches Parkett eignet sich in der Küche?

Massiv oder Mehrschicht?

Hat der Aufbau des Parketts überhaupt einen Einfluss auf die Haltbarkeit in der Küche? Bei normaler Beanspruchung nicht. Im Extremfall jedoch (falls doch mal Wasser überläuft) sollten Sie darauf achten, dass der Parkettaufbau aus Massivholz oder aus einer wasserfesten Multiplex-Platte besteht und keine aufquellenden Plattenwerkstoffe verwendet wurden. 

 

In die Überlegung ist mit einzubeziehen, dass der Boden in der Küche höheren Belastungen ausgesetzt ist. Es fallend des Öfteren auch harte oder schwere Gegenstände hinunter. Deshalb empfiehlt sich Parkett mit höherer Nutzschicht oder zumindest einer druckfesten Trägerplatte (z.B. Multiplex). 

(mehr Informationen zum Thema Massiv- oder Mehrschichtparkett)

 

Holzart

Anschließend muss eine passende Holzart für den Parkettboden in der Küche gewählt werden. Dabei ist zu beachten, dass es sich um ein Hartholz handeln sollte. Zu empfehlen ist Eiche oder auch Esche.  

Geölt oder lackiert?

Ist die Holzart und der Aufbau des Parketts gewählt, stellt sich nun die Frage, welche Oberflächenbehandlung, geölt oder lackiert, für das Parkett in der Küche besser geeignet ist.

 

Zunächst einmal die Vor- und Nachteile von lackiertem Parkett. Wird ein Lack auf dem Holzboden aufgebracht, so werden die Poren geschlossen und versiegelt. Das Holz ist gegen Feuchtigkeit sehr gut geschützt. Bei Beschädigungen wird der Lack verletzt und Wasser kann bereits in kleine Öffnungen eindringen. Das Holz quillt an dieser Stelle im Laufe der Zeit leicht auf und kann auch den Lack drum herum zum Abplatzen bringen. Beschädigungen können bei lackiertem Parkett nicht partiell repariert werden. Es ist notwendig den gesamten Parkettboden abzuschleifen und neu zu versiegeln.

 

Parkettböden mit geölter Oberfläche sind auch sehr gut gegen das Eindringen von Feuchtigkeit geschützt. Am besten eignet sich Hartwachsöl für die Verwendung von Parkett in der Küche. Das Öl dringt in die Poren ein und das Wachs bildet oben eine zusätzliche Schutzschicht.

 

Auch die Reparatur des geölten Boden ist um einiges leichter, denn Kratzer und andere Beschädigungen können partiell, schnell und vergleichsweise auch sehr leicht, angeschliffen und nachgeölt werden, ohne dass der gesamte Boden behandelt werden muss. Auch Wasser oder Fettspritzer sind mit einem saugfähigen Tuch einfach von der Oberfläche zu entfernen. 

 

Kleiner Nachteil des geölten Parketts in der Küche ist, dass die Oberfläche regelmäßig mit einem geeigneten Intensiv-Pflegemittel, bzw. Refresher behandelt werden sollte, damit der Schutzfilm erhalten bleibt. Je genauer und in kürzeren Abständen dies durchgeführt wird, desto besser und länger erhält der Parkettboden in der Küche seine Schönheit.

(mehr Informationen zu geölten und lackierten Parkett, sowie weiteren Oberflächenbehandlungen)

 

Die richtige Pflege ist demnach ausschlaggebend. Der Boden sollte regelmäßig gesaugt und einmal wöchentlich nebelfeucht gewischt werden. Dabei sollte das passende Parkettpflegemittel in das Wischwasser gegeben werden.

(mehr Informationen zum Thema Pflege des Parketts)

 

Sortierung

Kein Boden ist vollständig von Gebrauchsspuren geschützt. Auch der verlegte Parkettboden in der Küche wird mit der Zeit Verschleißstellen aufweisen. Aber bei der Wahl der Sortierung des Parkettbodens kann diesbezüglich vorgesorgt werden. Damit der erste Kratzer nicht allzu ärgerlich ist, kann zum Beispiel eine lebhafte Sortierung gewählt werden. Besitzt der Boden eine rustikale Holzstruktur mit vielen Ästen, so fallen kleine Beschädigungen nicht  so stark auf. Eine lebhafte Sortierung  oder auch eine werkseitige Antik-Bearbeitung kann demnach Gebrauchsspuren kaschieren.

(mehr Informationen zu den Parkett Sortierungen)

 

Auch empfiehlt sich ein Parkettboden mit einer sägerauen Oberfläche. Diese ist besonders robust und kratzfest und ebenfalls gut für Hundebesitzer geeignet.

(mehr Informationen zu Parkett Sägerau)

 

Weitere Tipps für Parkett in der Küche

An manchen Stellen in der Küche findet eine enorme Beanspruchung statt, weshalb sich dort, selbst bei guter Pflege, schneller als an anderen Stellen Abnutzungserscheinungen zeigen. Deshalb ist es  in diesen Bereichen sinnvoll beispielsweise eine transparente Bodenschutzmatte zu verlegen.

 

Vorteil eines Parkettbodens in der Küche ist vor allem die dekorative Wirkung, denn der Boden strahlt eine warme, einladende und gemütliche Atmosphäre aus. Zugleich ist ein Parkettboden auch deutlich fußwärmer und wohnlicher als ein kalter Fliesenboden, denn durch die guten Wärmedämmeigenschaften des Holzes steigt keine Kälte vom Boden auf.

 

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